Galerie Hanssler

Andreas Kuhnlein

 

Geboren und aufgewachsen ist Andreas Kuhnlein auf einem Bauernhof in Unterwössen im Chiemgau. Er absolvierte eine Schreinerlehre, ging aber nach seinen Gesellenjahren zum Bundesgrenzschutz. Hier war er in den 1970er-Jahren in der Terrorbekämpfung eingesetzt. Er war mit der RAF, Schleyer-Entführung und Anti-Atomkraft-Demonstrationen konfrontiert. Auch an der Grenze zur DDR war Kuhnlein auf Streife unterwegs. 1981 schied er aus dem Polizeidienst aus, übernahm die Landwirtschaft seiner Tante und arbeitete im Nebenerwerb in einem Schreinerbetrieb. In diesem Lebensabschnitt erkannte er die Kunst für sich. Seit 1983 ist er als freischaffender Bildhauer tätig. Bis heute hatte er weit über hundert Einzelausstellungen und mehr als hundert Ausstellungsbeteiligungen in 15 Ländern.  Kuhnleins Schaffen und Wirken ist tiefster Ausdruck seines Inneren. Werkzeuge wie Motorsäge, Flammenwerfer oder Schweißgerät geben ihm die Möglichkeit, den inneren Druck nach außen zu geben. Kuhnlein muss schaffen, nicht der Kunst wegen, sondern seiner selbst wegen. Dabei erhalten die Werke eine außerordentliche, nicht kopierbare, nicht wiederholbare Note. Jedes Werk ist ein Unikat und drückt nicht nur Kuhnleins Inneres aus, sondern ist zudem ein Spiegelbild der Gesellschaft. So findet der Betrachter in den zerklüftetenHolzskulpturen sich selbst wieder, und zwar ganzheitlich mit allen Schmerzen, Freuden, Hoffnungen, Gebrochenheiten, offenen Fragen und versteckten Botschaften. Die Methode, tote Holzstämme mit der Motorsäge künstlerisch zu bearbeiten, findet sich inzwischen vielerorts wieder. Die Einzigartigkeit von Kuhnleins Skulpturen zeichnet sich im Besonderen durch die zerklüfteten Oberflächen aus.

 

 

"Auszeit" Skulptur in Esche Preis auf Anfrage

“Auszeit”
Skulptur in Esche
Preis auf Anfrage

"Auszeit" Skulptur in Esche Preis auf Anfrage

“Auszeit”
Skulptur in Esche
Preis auf Anfrage